Druckschrift 
1,1 (1803)
Seite
129
Einzelbild herunterladen
 

wissenhcit in den Weissagungen , und über dieunbegreifliche Aufklarung, die der Geist Gottesauf einmal m die Seele eines sterbenden Greisesgoß, der wenig Augenblicke hernach verschied.Weg also mit allen Klügeleyen und Dichtungen ,womit man in unfern Tagen die Wahrheit Gottesin dieser herrlichen Weissagung verdunkeln wollte. So viel von V. 10. und dem Schiloh oderSchiloah. Nun will ich auch von dem übrigen,was V. ir. 12. steht, noch meine Gedanken sagen.

Ich gestehe gern, daß mich die alten Auslegerso wenig als die *) neuern befriedigt haben. Mirists nämlich gar nicht unwahrscheinlich, weil ichZach. 9, 9. vergl. Matth. 27, 5. das Aehnliche fin-de, daß die Worte: Er wird sein Füllen and e n Wc i n st 0 ck b i n d en, ja seiner EselinnSohn an den edlen Reben, auch eine cha-rakteristische Weissagung auf Jesu königlichen**)Einzug in Jerusalem seyen, wo man, wie er

wört-

*) Da ich hier einmal bemn Messias bin, so muß ichauch bis ans Ende bcp idm bleiben, weil das Subjectder Rede nach das vorige ist.

Diese Scenc des Einzugs Jesu konnte der cralticteJacob im Geist so gut erblicken, als David Ps. 110.und Icsajas Cap. 6. im Gesicht seine Herrlichkeit sa-hen und von ibni sprachen, jacob baue im Gesichtwo! eine Gestalt, wie Iesajas und Daniel vor sich,vbschon er diS nicht gerade sagt. Daher der Schluß vondes Helden Augen und Zähnen.