IIZ
ch
Glaubensprobe bestand , die nach dem Begriff,den ich vorgetragen habe, in ihrer ganzen Kraftbleibt. Denn unius positiv nvn elr altei'Ins ne^pntia — nur daß sie jetzt gottgeziemenderbegriffen wird. Gewiß Abraham, der den Anblickseines Sohns in jener Lage auf dem Altar hatteertragen können, der konnte es auch ertragen,wenn ihm Gott hicbey den Söhntod des Meßiasdeutlich kund machte, wie dieser einst am Kreuzehangen und sterben würde- Doch er konnte ihmauch bloß entdecken, daß der durch Menschenhän-de sterben würde, ohne ihm eben von der Kreu-zigung zu sagen. In Mösts Geschichte aber mußtedieses gar nicht stehen, aus Ursachen, die manleicht begreift, weil so etwas nicht denTod Jesuveranlassen sollte. Denn noch jetzt können so vielesich nicht in die-Sache finden, welche nun so klarim N. T. entdecket ist.
Ich bin also mit dem gelehrten Th. Stackhouscgar nicht einig, wann der in seiner Vertheidig.der bibl. Gesch. Th. 2. S. 2Z4. sagt: ,, Gott habebey dem Befehl an Abraham weiter keinenZweck gehabt, als seinen Gehorsam auf die Probezu stellen, und ihn durch Leiden mehr bewährt zumachen." Auch ist es allzu matt, wenn der Zweckdes ganzen Vorgangs seyn soll, dem Abrahamim Bilde die künftige Auferstehun g zu zeigen,
H das