320
welchem wir jedoch für Geld einige Nahrungsmittel zubekommen hofften. Wir verlangten Brod, Eycr, But-ter, Milch, Früchte:c. »Bon allen diesen Sachen habenwir nichts,« erwiedcrten uns alle, an die wir uns ge-wendet hatten, i Glücklicherweise kam ein Landmannvorüber, der einen sehr großen Korb mit Traubentrug. Wir kauften seinen Borrath, setzten uns in denSchatten und nahmen ein bescheidenes Mahl ein.
Um drey Uhr waren wir wieder auf dem Wege.Wir hatten zwey Stunden gemacht, als wir einenScheck, der sehr gut beritten war, und dem mehrerewohl bewaffnete Diener folgten, vom Berge herab-kommrn sahen. Es war Butros, der nemliche, beydem ich zu wohnen gedacht hatte. Dieses Begegnenwar gegen meine Plane, und ich zeigte einigen Verdrußdarüber. Ich näherte mich ihm, und nachdem ich michihm bekannt gemacht hatte, übergab ich meine Briefe.»Ich bedauere sehr, sagte er mir, daß ich nicht wiederden Rückweg einschlagen kann; allein Amin, der Sohndes Emirs Bechir reist diesen Abend ab; er will sichmit Ibrahim vereinigen, und ich muß mich eiligst nachTripolis begeben, um ihm meine Aufwartung zu machen.Ucbrigens bitte ich Sie, Ihren Weg fortzusetzen, undversichert zu seyn, daß Sie in meinem Hause eine nichtminder gute Aufnahme finden werden, als wenn ichselbst anwesend wäre. Ehe zwey Tage vergehen, werdeich bey Ihnen scyn.« Hierauf sendete er sogleich einenDiener ab, der unsere nahe Ankunft anzeigen sollte.
Je weiter wir kamen, desto lachender und reicher