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Vierundvierzigster Brief.
Dam.r§ den tZ. Okt
Am 1^. des vorigen Monats verließ ich Bayruth,mein lieber Karl! und schiffte mich um i t Uhr Abendsnach Tripolis ein. Obwohl ich die Seekrankheit zubefürchten hatte, die mir jedesmal große Qual verur-sacht, zog ich dennoch die Reise zu Wasser einer Reisezu Pferde vor, die längs eines glühenden Strandeszwey Tage lange gedauert hätte. Doch ich hatte eszu bereuen. Um Mitternacht wurde das Meer, welchesbisher still und ruhig gewesen war, so unruhig, daßunser Schiffspatron, der sich zu weit vom Lande ent-fernt hatte, eine lebhafte Unruhe an den Tag zu legenbegann. Die Wellen, die mit einer fürchterlichenSchnelligkeit einander folgten, brausten um die Barkeherum, erhoben sich oft über sie und drohten, sie zuverschlingen. Traurig betrachtete ich dieses Schauspiel,indem ich mich an dem Tauwerke festhielt, und bereutees, daß ich nicht dem, schon mehr als einmal gefaßtenEntschluße treu geblieben war, mich nicht ohne ge-bieterische Notwendigkeit der Unbeständigkeit einesElementes preiszugeben, das mich schon in so ernsteGefahren gebracht hatte.
Neben mir befand sich ein egyptischer Oberst, vonäußerst merkwürdiger Gestalt, der bey der Belagerungvon St. Jean d'Akre sehr schwer verwundet worden