Druckschrift 
Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
88
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DreyuttddveyMgster Brief.

Kirche des heiligen Grabes/ den 25. April rsii.

Am Samstage, dem Vorabende des Passions-Sonn-tages, begab ich mich, mein theuerer Freund! in dieKirche des heiligen Grabes. Schon waren beynahealle Ecken und Winkel der Gebäude, welche die Vätervom heiligen Lande besitzen, mit Mönchen des Klostersvom heiligen Erlöser angefüllt, welche die Gewohnheithaben, die Nacht zwischen dem Samstage und demSonntage jeder Woche der Fasten mit dem ehrwür-digen Pater Guardian hier zuzubringen, und die letztenvier heiligen Tage hier zu bleiben.

Die Zelle, welche man mir angewiesen hat, ist ohneFenster, das Licht dringt nur zur Thüre ein, und dadiese Thüre auf die Gallcrie sührt, die ziemlich dunkelist, so muß ich beständig, selbst am Mittage, Licht haben.Ich halte mich auch so wenig als möglich darin auf.

Meine Geräthschasten bestehen aus einem Bette,einem zerbrochenen Tische, und einem Stuhle; undletzteren habe ich mir nur mit großer Mühe verschaffenkönnen.

Die Gallerie, über welche man zu, meiner Zellekömmt, ist mehr als 200 Schritte lang,< und verhält-nißmäßig breit. Sie befindet sich dem heiligen Grabegegenüber, von dem sie etwa nur zwanzig Schritteentfernt ist. Man bedarf einer ausdrücklichen Erlaubniß,um sich hier aufhalten zu dürfen; die Väter verwei-