209
Gemälde der unbefleckten Mutter Gottes, der gutenund zärtlichen Mutter von uns Allen.
Leben Sie wohl!
Nachschrift. Akre hat sich ergeben. Ich höreFlintenschüße als Zeichen der Freude. Unter den Chri-sten gibt es viele, welche die Hoffnung, nun von derUnterdrückung befreyt zu seyn, veranlaßt hat, einFreudcngeschrey anzustoßen. Haben sie Recht? — Undsind sie dieses Glückes dann auch sicher, weil ein rebel-lischer Unterthan seinem Gebieter unrechtmäßiger Weiseeine Stadt entrissen hat?
Noch einmal leben Sie wohl!
Neumlllddreyßigster Brief.
Nazarcth den 20. Juni ts».
Vor einigen Tagen, mein lieber Karl! habe ichmich, noch ermattet durch eine Unpäßlichkeit, von derich kaum genesen bin, früher als gewöhnlich zu Bettegelegt. Ich hatte kurze Zeit ruhig geschlafen, und eswar noch nicht Mitternacht, als mich ein außerordent-licher Lärmen plötzlich weckte; man ging, man kam,man sprach, man schrie; Alles im Kloster war in Be-wegung, doch gelangten nur verworrene Töne bis zumir, welche mir nicht erlaubten, die Ursache zu errathen.Besorgend, daß irgend ein Unglück geschehen sey, steheich schnell auf und eile hinweg, die nächste Person zu