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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
311
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war. Seine Wunden waren noch bey weiten nichtgeheilt; sie verursachten ihm grausame Schmerzen, under ächzte tief. Seinen Zügen war ein Todesschmerzaufgedrückt. Ich hätte ihm gern einige Erleichterungverschafft; allein ich kannte seine Sprache nicht; er diemeinige nicht, und meine Blicke allein drückten ihm dieTheilnahme aus, die ich für ihn empfand. Er verstandsie und schien dafür empfänglich. O welche Dienstekann ein Fremder einem Fremden erweisen auf einerFischerbarke, die von den Wellen hin und her gewor-fen wird, und auf welcher der Seemann selbst biswei-len Mühe hat, sich aufrecht zu erhalten?

Indessen hatten wir trotz des schlechten Wettersin sechs Stunden beynahe siebenzehn französische Meilenzurückgelegt, und befanden uns am Anbruche des TagesTripolis gegenüber. Wir schifften uns im Hafen imDorfe La Marine aus, das von der Stadt ungefähreine halbe Stunde entfernt ist.

Ich begab mich aus dem Hafen nach Tripolis, undstieg im Hospitium der Franziskaner zum heiligenLande ab. Es war nur der ehrwürdige Bater For-tunatas, Borstand des Hauses, und noch ein andererMönch da. Beyde nahmen mich sehr gut auf. Meh-rere europäische Offiziere im Dienste des Vicekönigswohnten oder speisten an diesem Tage im Kloster.Wie groß war mein Erstaunen, Herrn Lafond, einenFranzosen, der als Oberwundarzt im egyptischen Heereangestellt war, und den ich in Jaffa kennen gelernthatte, unter ihnen zu finden. Er war nicht weniger