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schickte Jemanden nach Konstantinopel, um ihm dortdrey junge Sklavinnen aus Georgien zu kaufen, un-ter denen er wählen wollte. Er bezahlte 4Z,ooo Pia-ster und erreichte damit seine Absicht. Die jüngstewurde gewählt, in der Religion unterrichtet, getauftund mit dem Fürsten vermählt; die zwey andern wur-den ihre Dienerinnen. Die neue Gemahlin erhieltprachtvolle Geschenke und unter andern Diamantenvon großem Werthe. Sie machte sich durch ihre Lie-benswürdigkeit, ihre Klugheit und besonders durcheine seltene Bescheidenheit, die sie auch nicht verleug-nete, als sie sich zu so hohem Range erhoben sah, derAufmerksamkeit und der Wohlthaten ihres Gemahleswürdig. Was man aber noch mehr bewundern muß,ist, daß ihre Heyden Begleiterinnen, die, wenn sie mehrGlück gehabt hätten, ebenfalls hoffen konnten, Für-stinnen zu werden, mit ihrem Stande zufrieden, sie,ohne ihr Loos zu beneiden, mit Eifer bedienen.
Aus dem Pallaste Bechirs begab ich mich zumEmir Amin. Er gab an diesem Tage Audienz. Unterder Menge, die den Saal füllte, sah ich die Großendes Berges, die ich leicht zu unterscheiden vermochte,weil sie saßen, während alle übrigen Anwesenden stan-den. Amin empfing mich sehr artig, ließ mich anseiner Seite Platz nehmen und richtetet? eine MengeFragen an mich, die so schnell aufeinander folgten,daß mein Dolmetscher kaum Zeit hatte, sie mir zuübersetzen, und ich kaum einige Sylben als Antworthervorbringen konnte. Die Verheerungen der Cholera