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seyn müßten. Er sprach mit mir viel von dem Kai-ser von Oesterreich, meinem Landesherrn, von demTode des Herzogs voy Reichstadt, für welchen Prinzener viele Theilnahme zu haben schien, und nahm mirdas Versprechen ab, seine Residenz nicht zu verlassen,ohne ihn noch einmal besucht zu haben.
Nachdem ich ihn verlassen hatte, besah ich seinenPallast, der mir weniger merkwürdig schien, als ichanfangs gedacht hatte. Seine Offiziere führten michin mehrere Zimmer, in welchen die Vergoldung inaußerordentlichem Ueberfluß, aber ohne Geschmack an-gebracht war, und erstaunten, als sie sahen, daß ichbep dem Anblicke so vieler Pracht nicht außer michgerieth. Der einzige Gegenstand, dessen Schönheitmich überraschte, war der Badesaal, der von Marmorist. Man versicherte mich übrigens, daß der Haremder schönste Thcil des Pallastes sey; ich bin aber nichthineingekommen. Der Arzt und ein armenischer ka-tholischer Bischof, der Beichtvater der Fürstinn, sinddie einzigen Personen, die dort Zutritt haben. Ichbediente mich des Wortes Harem, weil die Araberfortwährend den Flügel des Gebäudes, welchen derEmir bewohnt, so nennen, obwohl er gegen den Ge-brauch der Fürsten des Berges nur eine Frau hat.
Obwohl sehr im Alter vorgerückt, hat er sich dochzum zweytenmale mit einer jungen Person von 16 Jah-ren vermählt, für die er eine zärtliche Neigung hat.Nach dem Verluste seiner ersten Gemahlin, die älterwar, als er, wollte er neue Bande knüpfen, und