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ich keine Anzeigen erhalten konnte, die bestimmt genuggewesen wären, um etwas darüber behaupten zu können,Punkte, die von den Geographen ausdrücklich wider-sprochen werden, und die ich um so weniger zu glaubengeneigt bin, da die Wahrheitsliebe dessen, der sie be-hauptet hat, verdächtig ist.
Weit unbestreitbarer ist, daß sie, tapfer und kriege-risch, eine Eigenschaft, die sie mit den Motualis undMaroniten gemein haben, in Uebereinstimmung mitdiesen stets bereit sind, den Zugang zu ihren Bergengegen die Türken, denen sie übrigens unterworfenbleiben, zu vertheidigen, und daß sie ein drückendesJoch nur ertragen würden, wenn sie völlig außerStande wären, sich demselben zu entziehen. DieGastfreundschaft ist ihre Haupttugend; ihre Sitten sindsanft; dennoch treiben sie die Eifersucht sehr weit undverlangen wie die Muselmänner, daß ihre Weiber nie-mals unverschleyert erscheinen. Im Allgemeinen widmensie sich keinen andern Arbeiten, als denen des Feldbaues,und zwar hauptsächlich der Pflege der Weinberge undder Maulbeerbäume. Die zerstreute Bevölkerung be-steht ungefähr aus 100,000 Seelen.
Um 10 Uhr Morgens lag ihre Hauptstadt vor uns,die in der Wirklichkeit nur ein ziemlich ansehnlicherFlecken ist. Sie heißt Dair-el-Kamar das ist: Hausdes Mondes. Sie liegt auf dem AbHange eines Ber-ges, an dessen Fuß der Fluß Damur fließt.
Als wir näher kamen, bemerkten wir durch eineStaubwolke, die sich in Wirbeln über der Stadt er-