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wohner des Libanon, oder die sie aus dem Abendlandeerhalten.
Am folgenden Tage stellten wir uns pünktlich ein.Wir speisten im Sprachzimmer in Gesellschaft eincSmaronitischcn Bischofs. Der große Theil der Kloster»gemeinde, auf den Fersen sitzend, betrachtete uns; dieguten Schwestern hatten niemals einen Anzug wieden meinigen gesehen. Der Konsul, der vollkommenarabisch spricht, diente mir als Dolmetscher. Ichsprach mit ihnen von Europa, von ihrem Orden,von ihrem heiligen Stifter. Sie hörten michmit einer bemcrkenswerthen Neugierde und Aufmerk-samkeit an; allein als die Reihe an sie kam, mir einigeWorte zu sagen, so geschah dieß nur, um mir ihreRoth zu klagen; sie kamen immer wieder daraufzurück. —
Zwcy von ihnen fesselten besonders meine Aufmerk-samkeit. Die eine ist gegen tos Jahre alt, und hatbereits 90 Jahre im Kloster zugebracht; die andere isteine Negcrinn, welche früher Sklavin war. Gegen-wärtig ist sie Chorschwcster und führt den NamenMaria von Aegypten. Wie man mir sagte, nenntman sie so der Ähnlichkeit wegen, die sie in Betreffder Hautfarbe sowohl, als auch der Frömmigkeit mitjener Heiligen hat, welche der heilige Zosimus in derbrennenden Wüste, und so zu sagen durch die Sonneganz geschwärzt antraf. Ich hatte großes Verlangengezeigt, sie zu sehen; aber alle inständigen Bitten,welche die ehrwürdige Mutter an sie richtete, vor uns