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Es ist eine Handelsstadt mit ungefähr 6000 Einwoh-nern. Es gibt nichts Merkwürdiges darin, als dieRuinen des Pallastes des Fakardin, oder Fechrcdin,eines berühmten Emirs, welcher sich einen Abkömm-ling Gottfrieds von Bouillon nannte, und der im sech-zehnten Jahrhunderte einige Jahre hindurch über einenTheil Palastinas herrschte, den er wieder erobert hatte.
Der Berg Libanon, an dessen Fuße Bayruth liegt,scheidet das heilige Land von Syrien, dessen höchsteBerge er überragt. Seinen Namen, der »weiß« be-deutet, erhielt er von dem Schnee, der seinen Scheitelan mehreren Stellen beständig bedeckt. Er stellt inseiner Länge die halbkreisförmige Figur eines Hufeisensdar. Der westliche Theil trägt besonders den NamenLibanon; er dehnt sich von Tripolis bis in die Ge-gend von Damas aus. Auf den Punkten, wo er vomMeere am weitesten absteht, ist er von selbem kaumzwey oder drey Stunden entfernt; aber er nähert sichdemselben auch so sehr, daß es zwischen beyden keinenWeg mehr gibt. Der östliche Theil, welcher sich gegenArabien ausdehnt, und sich noch über Damas hinauserstreckt, wird von den Griechen Anti-Libanon genannt.Zwischen beyden Theilen ist ein langes, von vielenFlüssen bewässertes und sehr fruchtbares Thal; esist das Coelesyrien oder tiefe Syrien der Alten.
Der Umfang von beyden Theilen, welche die Eu-ropäer mit dem gemeinschaftlichen Namen Libanon be-nennen, beträgt hundert Stunden. Gegen Südenliegt Palästina, gegen Norden Armenien, gegen Osten