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Herzens, festzusetzen; allein der Wunsch Sephoris, dieBaterstadt der heiligen Anna, der Mutter der heiligenJungfrau zu sehen, ließ mich später meinen Entschlußändern. Der ehrwürdige Pater Gaudenz, dessen Be-gleitung mir so angenehm war, und dem ich die Erklä-rung der merkwürdigen Worte des alten Arabers ver-dankte, wollte mich auch diesesmal begleiten.
Von Nazareth nach Sephoris sind nur zwey Stun-den. Der Weg dahin ist besser, als alle, welche ichbisher gemacht hatte; wir waren gut beritten, undkamen in weniger als zwey Stunden dort an.
Sephoris liegt auf dem AbHange eines kleinenHügels, welcher die Ebene Zabulon beherrscht, eine derfruchtbarsten und an Weiden reichsten Ebenen, die ichim heiligen Lande gesehen habe. Nach dem Berichtedes Gcschichtschreibcrs Josephus war Sephoris ehemalsdie größte Stadt Galiläas, seiner Lage nach die festesteund der Hauptvertheidigungspunkt des Landes, dessenHauptstadt es war. Der Bierfürst Herodes Antipasresidirte hier mit seinem ganzen Hofe. Zur Zeit desKrieges der Juden trat es auf die Seite der Feindeseiner Nation, und nahm römische Besatzung auf. Se-phoris besitzt den Ruhm, daß es den heiligen Joachimund die heilige Anna, die Aeltcrn der heiligen Zungfrau,in seinen Mauern geboren werden sah. Gegenwärtigist es nicht mehr, als ein Dorf, jedoch ansehnlicher undweniger armselig, als die Dörfer in Palästina im All-gemeinen sind. Bon seinen früheren Festungswerkenbemerkten wir keine anderen Spuren, als Schutthau-