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Theil 2 (1837)
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inne hat, und indem er zu ihm in einem sehr lebhaf-ten Tone sprach, erhob er bald seine Blicke gegenHimmel, bald senkte er sie wieder auf den Ort nieder,wo wir uns befanden. Durch die Bewegung in sei-nem Gesichte sowohl, als durch seine häusigen undschnellen Geberden offenbarte er dem Pfarrer ein Ge-fühl, das ihm peinlich war, und dessen Ursache ich nichterrathen konnte. Der gute Pfarrer erhob ebenfallsdie Blicke gen Himmel, seufzte schmerzlich und sagteihm einige Worte, die mir eben so unverstandlich, alsjene des Greises waren. Nachdem das Gesprach been-digt war, bat ich den Pater Gaudenz um die Gefällig-keit, mir zu erklären, was ihm der Araber gesagt habe.Dieser Greis, erwiederte er mir, wird vom Anblickedieser Ruinen tief ergriffen, er macht sie den Christenzum Borwurfe. »Christ! sagte er mir, du scheinstebenso wie dein Begleiter eine aufrichtige Verehrungfür den Ort zu haben, wo du auf den Knieen liegst.Ich habe oft andere Pilger kommen sehen, um wiedu hier zu beten. Wie kommt es doch, daß ihr diesenOrt in einem so abscheulichen Zustande lasset, da erdoch Key euch allen und besonders bey euch andernFranken, die ihr hieher kommt, um da euern Gottanzubeten, in so großer Achtung steht?«

Der gute Pater war bemüht gewesen, ihm in dengemäßigtsten Ausdrücken begreiflich zu machen, wie dieChristen unter einer Negierung wie diese, die Palästinain Fesseln hält, unter so mißtrauischen, ungerechten undgrausamen Gebietern, zu sehen gezwungen seyen, daß

Reise nach Jerusalem. Ii. Bd. 11