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mit seiner Stole bekleidet, las mit starker und lauter,obwohl lebhast bewegter Stimme, folgende Worte desEvangeliums, die ich mit frommem Stillschweigen an-hörte :
»Jesus ging in eine Stadt, die Naim hieß. SeineJünger und eine große Menge Volkes gingen mit ihm.
»Als er sich dem Thore der Stadt näherte, sieh datrug man einen Todten heraus, den einzigen Sohnseiner Mutter, die eine Wittwe war, und eine großeMenge aus der Stadt begleitete sie.
»Als der Herr sie sah, wurde er vom Mitleiden ge-rührt, und sprach zu ihr: Weine nicht!
»Darauf trat er hinzu und berührte die Bahre.Die Träger standen still, und er sprach: Jüngling!ich sage dir steh auf!
»Und der Verstorbene richtete sich auf und sing anzu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.
«Da überfiel alle eine Furcht und sie priesen Gottund sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufge- ^standen, und Gott hat sein Volk heimgesucht.
»Und das Gerücht hievon breitete sich in ganzJudaa und in der ganzen Umgegend aus.«")
Wir lagen noch auf den Kniecn, als ein alterAraber zu uns trat, dessen langer weißer Bart eine vonder Sonne verbrannte Brust beschattete. Er wendetesich an den Pfarrer, der die Landessprache sehr gut
") Lukas VII. Ii und folgende.