173
eben gesehen hatte, und als ich erwachte, dachte ichwieder daran.
Der folgende Tag war einer der peinlichsten; dieHitze war grenzenlos. Bon einer glühenden Sonnegebrannt, ohne Waffer, um den Durst zu löschen, konn-ten weder Menschen noch Pferde weiter. Dieß gabuns wenigstens eine Borstellung von der Verödung, inwelche Iudäa durch die Geißel der Dürre versetzt wor-den ist, und die der Prophet Joel so kräftig schildert:
,,Ii>A0iuuit sniiusl, mugieiunt gre^es, guig uon
est ^nscun eis i^nis eoineüit speoiosa <Ie-
serti, et ilninrim suecenclit omnia ligna i-eAioni»— '— secl et lzestise sgni c^uasi uiea sitiens im.dneiu exsieesti sunt buntes sc^usruiu—
Die Lust hat keine Weste mehr, der Himmel keinenThau,
Und keine Ströme mehr die glühend heiße Erde,
Kein Wasser hat das Feld, und keinen Fluß die Au,
Und niederstürzt verschmachtend jede Heerde.
Das Feuer zehrt im untcrird'schcn LaufDas Wasser bis zu seinen Quellen auf.
*) Es seufzet das Vieh, es brüllen die Ninderheerdcn,weil sie kein Futter haben... Das Feuer verzehrtdie schönsten Weideplätze; die Flamme zündet alleBäume des Feldes an. . . Die Thicre des Feldessind wie ein nach Regen lechzender Boden.. Ausge-trocknet sind die Wasserquellcn. Ivel. Cap. I. V.18 — 20.