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Theil 2 (1837)
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kommen, so wie auch der Vater des Kindes, das ichauf dem Pferde hatte. Da sie nicht weirer gingen,glaubte ich, sie seyen festgehalten worden, was michaufs neue besorgt machte. Glücklicherweise währtemeine Unruhe nicht lange; fünf Minuten daraufwarensie bey mir. Ich erfuhr von ihnen, daß die Türken,welche sich wieder an dem nemlichen Orte in den Hin-terhalt gelegt hatten, in das Dorf St. Johann vonder Wüste gehörten. Sie lauerten auf irgend einenreichen Einwohner von Bethlehem, der dieses Wegeskäme, um sich seiner zu bemächtigen, und ihn als Geißelgefangen zu halten, bis ein gewisser anderer Bcthlehe-mite, ihr Schuldner, wie sie sagten, der sich auf dieFlucht begeben hatte, wieder kommen und seine Schuldbezahlen würde.

Ein sonderbares Benehmen, eine ganz eigene Ge-rechtigkeitspflege, nach welcher alle Mitbürger desFlüchtlings für eine Verpflichtung verantwortlich seynsollten, für die sie sich nicht verbürgt hatten.

Als ich nach Bethlehem kam, erfuhr ich, daß diePest in der Gegend herrsche. Ich begab mich sogleichin die Grotte der Geburt, und brachte da einige Zeitim Gebete zu, indem ich von neuem über das unbe-schreibliche Wunder der Barmherzigkeit nachdachte, wel-ches hier geschehen ist, und indem ich dem göttlichenKinde, welches hier geboren worden, und hier für unsleiden wollte, von neuem meine demüthigen Huldigun-gen darbrachte.

Es war ungefähr 3V4 Uhr, als ich über die Krippe