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Theil 2 (1837)
Entstehung
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gebeugt, mit von Liebe und Dankbarkeit bewegtem Her-zen sie mit Rosenöl zu begießen begann. Um 4 Uhrsprach ich hier zum letztenmal die süßen Namen Jesusund Maria aus, und mit tiefer Betrübniß und mitdem Gedanken, daß ich diese heiligen Orte für immerverlasse, nahm ich Abschied von ihnen. Einige Minutenhierauf befand ich mich wieder auf dem Rückwege nachJerusalem.

Am Kloster St. Elias angekommen warf ich imAugenblicke, wo der Berg mir den Anblick Bethlehemsentziehen wollte, noch einen Blick des Schmerzens zu-rück, den letzten, wie ich dachte. Aber plötzlich ergriffmich der herzzerreißende Gedanke: »ich werde es nichtwieder sehen« und hielt mich zurück. Ich wollte ihmnoch einmal Lebewohl sagen, und nachdem ich denRaum, den ich so eben zurückgelegt hatte, wieder zu-rückgemacht, befand ich mich auf dem so eben verlassenenPunkte, und meine Augen, die in Thranen schwammen,verweilten noch eine Viertelstunde lang auf der Wiegemeines Erlösers.

Am folgenden Tage befand ich mich beym Anbruchdes Tages zu Pferde, um die Orte, welche der heiligenStadt zunächst liegen, zum letztenmale zu besuchen.Ich begab mich zuerst zum Grabmale Maria, wo dergriechische Sakristan, den ich vorher von meiner Ankunfthatte unterrichten lassen, mich erwartete. Ich begoßdieses heilige Grab mit Rosenöl, wie ich es zu Bethle-hem gethan hatte. Indessen hatte mich der griechischeSakristan verlassen. Ich blieb einige Augenblicke allein