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Theil 2 (1837)
Entstehung
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»Darum ist traurig worden unser Herz, darum ver-dunkeln sich unsere Äugend

»Um des Berges Sion willen, daß er wüste ist;Füchse laufen darüber.«

»Aber du, o Herr, bleibst in Ewigkeit, dein Thronvon Geschlecht zu Geschlecht.«

»Warum willst du ewig unser vergessen, uns ver-lassen für so lange Zeit?«

»Bekehre uns o Herr! zu dir, so werden wir uns -bekehren; erneuere unsere Tage, wie vor Alters.«*)

Um das Gedächtniß des Leidens und des TodeSdeS Erlösers dem Geiste noch tiefer einzuprägen unddie Gefühle der Zerknirschung, der Dankbarkeit undder Liebe, welche daraus erfolgen sollen, zu erregen, be-gehen die Väter am Eharsreytage eine Feyerlichkeit,welche der Eigenthümlichkeit der Orientalen vollkommenangemessen ist, und von der man nur bey den Missio-nen Asiens, welche diese Ceremonie wahrscheinlich ausPalästina entlehnt haben, Beyspicle findet.

Mittelst einer Figur von erhabener Arbeit von na-türlicher Dicke und Größe, deren Kopf, Arme und Füßebiegsam sind, und sich nach Willkühr bewegen lassen,stellen sie die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und dasBegräbniß Jesu Christi auf eine Art dar, daß sie alleHauptumstände kenntlich und auffallend wiedergeben.

Diese Ceremonie, welche zugleich rührend undschrecklich ist, hatte am Ende des Tages mitten unter

*) Jerem. Klaget, v. is ».