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Theil 2 (1837)
Entstehung
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Das Mittagmahl nahm die ganze Gemeinde, denPater Guardian an der Spitze, auf den Knicen ein.Es bestand nur aus Brod, Wasser und einigen Blät-tern Salat.

Um ZV- Uhr feyerten die Väter wie an den zweyvorhergehenden Tagen die Mette. Dieses war dasletztemal, daß ich zu Jerusalem die Stimme des Pro-pheten von Anathoth hören sollte, und dieser Gedankemachte mir das Feuer und die Zartheit seiner Klagennoch fühlbarer. Sie haben schon manchmal zu bemerkenGelegenheit gehabt, mein theucrer Karl! wie lebhastder Eindruck ist, den die Worte und die Stimme ge-liebter Personen auf uns machen, wenn die Stunde derTrennung gekommen ist, und besonders wenn man diegewisse Ueberzeugung hat, daß man sich nicht wiedersehen wird, daß es diesesmal zum letztenmal« geschieht; mehr als jemals ist dann das Herz beklemmt;Seufzer ertönen; das Auge schwimmt in Thränen; esist eine Art von Leiden, wenig von dem verschieden, daswir empfinden, wenn der Tod die Bande bricht. Vondieser Art, und noch peinlicher war meine Beklemmung,als mich Jeremias nachstehende Worte vernehmen ließ,welche mit dem schmerzhaften Geheimnisse des Char-freytages, und mit den Gedanken, welche meine Seeleerfüllten, so sehr im Einklänge waren:

»Dahin ist die Freude unsers Herzens, in Trauerverwandelt unser Chor.«

»Entfallen ist die Krone unserm Haupte, weheuns, daß wir gesündiget.*