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Theil 2 (1837)
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hat sie einen ganz eigenen Charakter, welcher in derSeele Gefühle einer tiefen Betrübniß hervorbringt,während andererseits der größte Theil der Psalmen,die Prophezeyungen und die Lektionen, welche die ver-schiedenen Abtheilungen derselben enthalten, zur nem-lichen Zeit, wo sie die Seele rühren und bewegen, sieauch erheben, erfreuen und trösten.

Die Fever der Mette am Mittwoche beginnt mitdem Gesänge des zweyten Psalmst^urmo ki-emue-lullt Fontes et mocUtsti sunt insniu ete."

»Warum toben die Heiden, und sinnen die Völker aufEitles? Es stehen auf die Könige der Erde und kom-men zusammen die Fürsten wider den Herrn und widerseinen Gesalbten.«

»Laßt uns zerreißen ihre Bande, und von unswerfen ihr Joch.«

»Der im Himmel wohnet, lachet ihrer: und derHerr spottet ihrer.«

»Dann redet er zu ihnen in seinem Zorn, und ver-wirrt sie in seinem Grimme.«

»Und nun, ihr Könige, verstehet, laßt euch weisen,die ihr Richter scyd auf Erden.«

Muß man es nicht wunderbar finden, mein Karl!muß man nicht gleich von Staunen, als von Bewun-derung hingerissen werden, am Grabe selbst, in welchesder Haß eines wüthenden Volkes sein Opfer stürzte,und auf ewig begraben zu haben wähnte, solche Wortezu hören? Und wenn man bedenkt, daß diese prophe-tischen Worte ganz nahe bey diesem Grabe, von einem