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bleiben zu dürfen, halten sich bcy Seite, so daß ichmehr als eine Stunde lang allein, ohne Zerstreuungund ohne Störung beten, anbeten, genießen kann.Bon da besuche ich den Kalvarienberg, und die übrigenim Umfange des Klosters eingeschlossenen heiligen Stel-len, und erwarte oft hier den Anbruch des Tages.
Als ich vor einigen Tagen vom Golgatha herab-kam, und mich dem heiligen Grabe näherte, sah icharmenische Priester damit beschäftiget, beym Scheineder Lampen Stücke weißer Leinwand in Streifen voneiner gewissen Länge zu schneiden. Sie legten diesedann auf das heilige Grab, ließen sie weihen, schriebenauf jeden einige Worte in ihrer Sprache, und verthcil-ten sie unter die Pilger, welche sie mit großer Ehrfurchtempfingen. Ich begriff weder den Gegenstand, nochden Zweck dieser Ceremonie, und obwohl sie meineNeugierde sehr erregte, so durfte ich doch die Andachtder Anwesenden nicht stören, um mir eine genügendeErklärung zu erbitten. Einige Augenblicke nachheraber bemerkte ich an der Thüre der Kirche einige, wel-che bcy der Bertheilung durch die Priester ihren Thcilerhalten hatten; ich fragte, und erfuhr, daß der ihnenmit so viel Frömmigkeit dargereichte und von ihnenmit so vielem religiösen Eifer empfangene Gegenstandein — Todtentuch gewesen sey.
Ein Todtentuch! und die armen Pilger schienenbefriedigter mit diesem Kleide des Todes in ihre Hei-math zurückzukehren, als jemals ein Ehrsüchtiger, durchdie Begierde über das Meer getrieben, nach langer