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Theil 2 (1837)
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doch mit Lehrern versehen, die sich eifrig mit dem Un-terrichte der Jugend beschäftigen, welche ihrer Sorg-falt anvertraut ist. Sie behandeln sie um so ernster,da sie glauben sich darin nach den Borschriften derBibel zu richten. Als ich die Knabenschule besuchte,war ich überrascht, einen kleinen Juden von 7 bis »Jahren zu sehen, der mit einer Schnur gebunden war,und dem man Ruthenstreiche auf die Fußsohlen gab' *Der kleine Unglückliche ächzte tief, ohne jedoch zuschreyen, wie es die Kinder gewöhnlich thun. Ichließ durch meinen Dolmetscher sogleich bitten, ihn zubegnadigen, und der Lehrer willfahrte mir aus derStelle. Trotz der Strenge der Zucht und der Un-unterbrochenen Arbeiten, zu welchen sie angehalten wer-den, haben alle Kinder eine zufriedene Miene. DieEltern und selbst die Kinder haben gewisse Formendes Anstandes, welche gegen die der Bewohner ausanderen Nationen sehr abstechen.

Ich habe niemals einen Juden gesehen, welcherAlmosen verlangt hätte, und nie einen wahrgenommen,der mit den Lumpen des Elendes bedeckt gewesenwäre, wie man dieß unter den Arabern und Christenfindet, und dieses kommt weniger von der Hilfe her,welche der Arme von dem Reichen erhält, oder welchedie auswärtigen Synagogen ihren dürftigen Brüdernspenden, sondern Fleiß und Arbeitsamkeit ist die Ursachedavon. Der Jude kennt nicht jenen trägen Hang zumNichtsthun, welcher den Völkern der Levante, derenträge und geschäftslose Lebensweise ihre Dürftigkeit