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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
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Die Juden dieses Landes sind von einigen Schrift-stellern in einem Lichte dargestellt worden, welches mirganz falsch zu seyn scheint. Ganz zuverlässig bewahrensie auch hier, wie sonst überall jenen charakteristischenAusdruck, der sie von allen übrigen Nationen der Weltunterscheidet, dieses Merkmal, dieses Gepräge, welchesweder Zeit, noch Klima verlöschen konnten; ganz gewißbleibt der Jude von Jerusalem immer Jude, und auchbier ist die Habsucht sein Abgott; er hat sein Bater-land verlassen, um hier zu sterben; um nach demTode unter einigen Steinen des Thales Josaphat ruhenzu können, ist er aus der Gegend weggezogen, dieihn geboren werden sah; sein Haus, seine Eltern, seineFamilie hat er verlassen; die Blicke auf den Platzdes Tempels gerichtet, beweint er den Untergang des-selben, vergießt er Ströme von Thränen über die Zer-störung der heiligen Stadt, über die Zerstreuung seinesBolkes, und das Herz noch von Seufzern schwer, unddie Augen noch von Thränen umschleycrt, leiht ernichts desto weniger dem, der bey seiner Börse Hilfesuchen muß, Geld zu übermäßigen Zinsen.

Andererseits aber muß man zugestehen, daß dieJuden von Jerusalem im Allgemeinen gut erzogensind und Kenntnisse haben. Sie kennen mehrereSprachen; beynahe alle sprechen spanisch und italie-nisch. Sie wenden auf die Erziehung ihrer Kinderdie größte Sorgfalt. Die Schule, welche sie in ihrerSynagoge haben, ist, wenn gleich nicht auf dem Stand-punkte der von Tiberias, der berühmtesten von allen,