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Wohnsitz in der Stadt haben, theils für diejenigenwelche jedes Jahr hieher kommen.
Im Allgemeinen sind die Juden, welche Jerusalembewohnen, fremden Ursprungs. Mehrere stammen vonwohlhabenden Eltern ab, die aus den verschiedenen Ge-genden, in welchen dieses Wölk zerstreut ist, nach Pa-lastina gekommen sind, um da ihre Tage zu beschließen.Der größte Thcil derjenigen, welche die nämliche Ur-sache heut zu Tage hieher führt, ist reich, und kommtimmer mit beträchtlichen Summen versehen, hier an.Die Wäter vom heiligen Lande finden bey ihnen sehrgute Aushilfe, wenn, wie es z. B. bey dem Einfalleder Franzosen in die Halbinsel der Fall war, die Al-mosen ausbleiben. Ich habe nicht nöthig zu sagen,daß sie weit davon entfernt sind, ihre Vorschüsse umentgeldlich zumachen; es istwahr, sie lassen sichthcuersehr theuer bezahlen; allein man entkommt durch dies'Hilfe der Wuth der Tyranney, man rettet sein Leben,und mit der Zeit bezahlt die Barmherzigkeit Europasdie Schuld.
Diese Wohlhabenheit erlaubt den jüdischen Familien,sich mit mehr Reinlichkeit zu kleiden, als die übrigenKlassen der Einwohner; sie thun es sogar mit Zier-lichkeit; man nimmt dieses besonders am Samstagewahr. An diesem Tage tragen vorzüglich die Fraueneine Art Luxus zur Schau, obwohl sie, wie die tür-kischen Frauen öffentlich nie anders, als verschleyerterscheinen. Uebrigens sieht man in Jerusalem nur viefremden Pilgcrinnen mit unbedecktem Gesichte.