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lcs Pult, auf welchem bcy den religiösen Cercmoniendas Gesetzbuch gelesen wird, das zu jeder andern Zeitin einem Schranke verschlossen liegt, der im Hinter-gründe der Thüre gegenüber auf der Ostseite befindlichist. Die Lampen und die Bänke stehen durch denschlechten Zustand, in welchem sie sich befinden, in voll-i ommencr Harmonie mit dem erbärmlichen Zustande desGanzen.
Die Weiber sind hier von den Männern getrennt;sie befinden sich auf einer Art Emporkirche, die, wennich so sagen darf, vollkommen einem Hühnerstalle gleicht,und nicht weniger unreinlich aussieht, als die Plätze,welche die Männer einnehmen. Die kleinen Mädchensind in einer Art Kammern von den Knaben abge-schieden.
Kaum hatte ich den Fuß in diesen traurigen Tempelgesetzt, als eine alte Iüdinn mich erblickend ausrief:,AH! Ah! seht einen der Unfern!« »Nicht ganz, Toch-ter Abrahams!« antwortete ich, durch den Irrthum, derihre Freude veranlaßt hatte, wenig geschmeichelt. Diei brigen Jüdinnen belachten den Jrrthum; denn siehatten mich als Mönch erkannt.
Was mich nicht weniger als das schmutzige Elenddieser Synagoge in Erstaunen setzte, war die Trachtdes Volkes, welches da versammelt war. Alle, oderbcynahe Alle, waren viel reinlicher gekleidet, als ich mireingebildet hatte. Woher kommt es, daß Leute, wel-che so sehr an ihrer Religion hängen, und sich mit eini-ger Sorgfalt kleiden, gar nichts daran wenden, den