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Dieser Teich ist ungefähr iso Schritte lang und40 breit. Er ist von dem Platze des Tempels nurdurch eine dicke Mauer getrennt. Gegenwärtig ist erausgetrocknet und dicht mit Blumen und Fruchtbäu-men besetzt. Man sieht noch einige Bögen. Dieß istbcynahe das einzige Denkmal aus der Zeit Solomons.
Es bleibt mir nur noch wenig zu sagen übrig, meintheuerer Freund! um Ihnen ein vollständiges Bild vonJerusalem zu geben. Wenn man sich einmal im InnernJerusalems befindet, so verschwindet der Anschein vonGröße, der von ferne überrascht, und die Täuschung,die der ehrfurchtgebietende Anblick der Kuppeln und Mo-scheen, welche die übrigen Gebäude überragen, einenAugenblick lange hervorgebracht hat, völlig. Jerusalemerschien mir nur als eine Stadt von Trümmern undRuinen, was es auch in der That ist. Seine vier-eckigen im Allgemeinen kleinen und niedrigen Häuser,von außen ohne Fenster, mit einem platten terassensör-migcn Dache bedeckt, über welches sich bisweilen einekleine Rotunde erhebt, gleichen eher einem Haufen zurErbauung einer Wohnung zusammengebrachter Steine,als Wohnungen, und gewähren den traurigsten Anblick.Das, was man Siraßen nennt, sind nur enge Durch-brüche, schmutzig, und in ihrer ganzen Länge von derauffallendsten Unregelmäßigkeit.
Der am wenigsten schlecht gebaute Stadttheil istder der Armenier; — hier herrscht einige Reinlichkeitund sogar ein gewisser Anstand, welcher nur dazu dient,