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unS zu, und fragten uns mit schrecklichem Geschrey unddrohenden Gebärden: mit welchem Rechte es Christenwagen könnten, dem Grabe eines Muselmannes sich zunahen? Ich glaubte zwey Furien zu sehen. Glück-licherweise kannte eine derselben meinen Dolmetscher,und suchte die andere, welche Miene gemacht hatte, unszu zerreißen, zu beruhigen. Ein noch glücklicherer Um-stand aber war, daß sich kein Türke in der Nähe be-funden hatte.
8. Der Teich bey dem Schafhause, oder der Schaf-teich, welcher auf hebräisch vmllssiela genannt wird.
Er war der größte und schönste des alten Jerusalem.Man wusch darin die Schafe, die im Tempel geopfertwerden sollten. Er ist von fünf Gallerien umgebengewesen, welche dazu bestimmt waren, die Krankenjeder Art, die hieher kamen, Heilung zu suchen, aufzu-nehmen.
»Der Engel des Herrn, sagt das Evangelium, stiegzu einer gewissen Zeit in selben hinab, und bewegtesein Wasser, und der, welcher nachdem das Wasser be-unruhiget worden war, zuerst hineinstieg, wurde vonder Krankheit, die er nur immer hatte, geheilt.«
Jesus sah hier einen Menschen, welcher schon seit53 Jahren krank war, auf der Erde liegen, und fragteihn, ob er geheilt werden wolle? Als er antwortete,er habe Niemanden, der ihn in den Teich bringe, nach-dem das Wasser in Bewegung gesetzt worden, sagteihm Jesus: »Steh auf, nimm dein Bett und geh;«und der Kranke ward in demselben Augenblicke gesund.