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Theil 2 (1837)
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sprach: Dieses ist der Kelch des neuen Bundes inmeinem Blute, welches für euch wird vergossen wer-den.«

»Und sehet! die Hand dessen, der mich verrathenwird, ist mit mir an diesem Tische.«

Bedenkend, daß ich mich an dem Orte selbst be-fand, wo Jesus das himmlische Mahl hatte zubereitenlassen, wo der vielgeliebte Jünger sich über seine Brustneigte, wo die Apostel das Brod des Lebens aus denHänden dessen empfingen, der bald darauf für sie undfür uns sterben sollte, wo sie sein anbetungswürdigesBlut tranken, wo der Schändliche, der ihn verrathenwollte, ihn frech zu fragen wagte, wer derjenige sey,der ihn verrathen würde, wo dieser Elende das Maaßseiner Sünde durch die schrecklichste Gotteslästerungvoll machte, da empfand ich Rührung, Mitleiden;ich schauderte, ich betete; ich weinte vor Liebe, Dank-barkeit, Schrecken, Unwillen, Entsetzen.

Der heilige Speisesaal ist nicht allein deßwegenunserer Verehrung würdig, weil das erste christlicheOsterfest hier gefeycrt worden ist; wie viele anderenicht minder glorreiche Erinnerungen knüpfen sich anihn! Hier besuchte Jesus nach seiner Auferstehung mehrals einmal seine Jünger; hier sendete er ihnen, nachseiner Himmelfahrt, den heiligen Geist, der in feurigenZungen sich über sie ergoß; hier wurden die ersten Dia-kone eingesetzt; hier wurde die erste Kirchenversammlunggehalten; von hier endlich gingen die Apostel, demWorte ihres göttlichen Meisters gehorchend, aus, um