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Man hörte kaum die Schritte unserer Pferde. Ab-wechselnd bemerkten wir hier und da Rasenbüschel mitBlumen bedeckt, aber umsonst strengte ich mein Ohrcn; kein Bogel begrüßte mit seinem Gesänge die Rück-kehr des Tages. Die Beduinen machten den Vor-trab, und durchsuchten jedes Gebüsch. Der Scheck undt er Aga rückten nur vorsichtig vor. Der Gedanke anGott erfüllte mein Herz; ich war an den Stellen, woso viele Wunder geschahen; ich näherte mich dem be-rühmtesten Flusse der Welt, dem Flusse, dessen Gewässersich theilten, um das Heer der Israeliten durchzulassen,dem Flusse, an dessen Ufern die Stimme des Ewigendie Worte vernehmen ließ: »Dieser ist mein geliebterSohn;« ich ging zu dem Orte selbst, wo Jesus Chri-stus durch seinen heiligen Vorläufer getauft wordenist, mit einem Worte, ich war auf dem Wege zumJordan. Mit Wonne murmelte ich diesen Namen.
Als ich mich in meiner Jugend der Tiber näherte,hatte ich einen tiefen Eindruck empfunden; allein einenEindruck, der mehr auf den Geist, als auf das Herzwirkte; hier war es das Gegentheil. Der Gedankean die Tiber, und an Alles, an was sie erinnert, ließmein Auge trocken; so war es nicht beym Gedankenan den Jordan und an die Erinnerungen, die er her-vorruft. Nach und nach vermehrten sich die Gebüsche,und ein lebhafteres Grün kündete an, daß der ersehnteFluß nicht mehr ferne sey. Ich gab meine Waffenmeinem Dolmetscher. Ich konnte mich unmöglich miteiner kriegerischen Rüstung nähern. Wald bemerkte ich