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ein gelbliches Wasser, das schlangenartig und mit großerSchnelligkeit zwischen mit Weiden bewachsenen Ufernhinfloß. Es war der Jordan. Auf der Seite, aufwelcher wir uns befanden, ist das Ufer steil, und derFluß fließt sehr tief. Nicht so ist es auf der entge-gengesetzten Seite. Ich warf mich aus die Kniee, undlas wie gewöhnlich die heilige Schrift. Um wie vielstarker fühlte ich jenen Eindruck, der so schwer zu be-schreiben ist, und den man beynahe unwillkührlich em-pfindet, wenn man die Thatsachcn an den Orten selbstliest, wo sie sich zugetragen haben!
Meine Reisegesellschafter badeten sich in dem Flusse.Ich hatte mir vorgenommen, mich ebenfalls zu baden,ja sogar über den Fluß zu schwimmen; da es aber erstMorgens 7 Uhr war, da ich mich im Schweiße befand,und erst vor wenigen Monaten von Lähmung befallengewesen war, wagte ich es nicht. Der Fluß war nichtüber vier Schuh tief, aber so reißend, daß diejenigenvon meinen Begleitern, welche ohne zu schwimmen voneinem Ufer zum andern kommen wollten, es nur mitgroßer Mühe vermochten. Sie konnten nur dadurch,daß sie sich ^einander die Hand reichten, den Ungestümdes Flusses besiegen. Die griechischen Pilger glauben,nicht in ihr Vaterland zurückkehren zu dürfen, ohnehier untergetaucht und sich gewaschen zu haben, undnicht selten sind einige das Opfer dieses Unternehmensgeworden.
Der Jordan entspringt auf einem der Berge deSAbanon, strömt von Norden nach Süden zwischen