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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
23
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S3

Hand sinken, und theilte seinen Antheil mit diesemReisegefährten; allein kaum hatte die großmüthigeTheilung statt gefunden, als wieder ein andererBcduin herbcykam, und er gab ihm willig die Hälftedessen, was ihm übrig geblieben war. Nichts gleichtin dieser Beziehung der Großmuth des Beduinen;er thcill seine Nahrung mit Jedermann. Der Arme,der vor seinem Zelte vorüber geht, tritt ein, ohne ge-laden zu seyn, trinkt, ißt, und verläßt es wieder, ohnenur zu danken, weil sein Herz ihm sagt, daß er eseben so machen würde. Ö! ihr Reichen Europas!sagte ich zu mir, die eine wahre Religion lehrt, daßihr die Brüder des Armen scyd, daß ihr seine Stütze,seine Beschützer sepn müßt, daß die Güter, deren ihreuch erfreut, euch nicht gegeben worden sind, um densinnlichen Geschmack und die Eitelkeit zu befriedigen,sondern um den Ueberfluß derselben zu guten Werken,besonders zu Werken der christlichen Liebe zu verwen-den, ihr die ihr vergeßt, unter welchen Bedingungeneuch Gott dieses heilige Gemeingut anvertraut hat,und, indem ihr täglich davon verschwendet, Gott be-leidiget und zugleich in Bezug auf den Dürftigen eineArt Diebstahl begeht, ihr Reichen ohne Mitleiden,kommt und betrachtet den Beduinen!

Unser Mahl war kaum vollendet, als wir unsbeeilten, den Nest des Tages zu dem Ausfluge zu be-nützen, den wir ur.s vorgenommen hatten. Der Agades Schlosses wollte uns begleiten. Er bestieg dasschöne Pferd, von dem ich Ihnen so eben gesagt habe,