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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
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Bitte erneuern würde, daß mehr als drepßig Per-sonen zu ernähren wären, und daß, wenn wir uns nichtder Gefahr aussetzen wollten, unsere Worräthe balderschöpft zu sehen, jede Werthcilung bis zum Mittag-mahle verschoben werden müßte. Diese Betrachtungenhatten das Uebergewicht. Wir stiegen den Berg hinab,wo der heilige Stephan gestciniget worden war; gingenüber den Bach Cedron, kamen bey dem Garten Geth-semani vorüber, und nachdem wir den Oelberg rechtsgelassen und das Thal Josaphat durchzogen hatten,schlugen wir den Weg nach Bcthania ein, wo wirnach dreyviertel Stunden ankamen. Eine halbe Stundevon da fanden wir unfern Scheik, der uns mit demNeste seiner Truppe erwartete. Er ritt auf einer Stutevon großer Schönheit, und mit einer Lanze bewaffnetvor uns her. Alle Beduinen, welche uns begegneten,näherten sich ihm, und boten ihm die Hand, die vonunserer Begleitung machten es ebenso. Es schien mirdieß unter ihnen ein Zeichen der Wiedercrkennungzu seyn, um zu wissen, ob sie zu befreundeten, oderfeindlichen Stammen gehörten.

Die Beduinen sind von mittlerer Größe, wohlge-staltet, mager und unermüdlich. Es gibt deren vonschöner Gestalt; alle haben in ihren Zügen einen charak-teristischen Ausdruck; im allgemeinen sind sie schwarzwie Aethiopier. Ihre Zähne sind außerordentlich weiß,ihre Füße nackt. Der größte Theil trägt ein langesKleid, welches um den Leib mit einem Gürtel geschlossenist. Einige sind durch eine Art weißer, farbig gestreif-