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Und hieraus gedachte ich wieder mit sanftem Gefühleder unendlichen Barmherzigkeit. O! wie gut ist dieserJesus, welcher will, daß auch das schuldigste seinerKinder, wie das gerechteste, die Hoffnung erhalte undbewahre; welcher verfolgt, verrathen, seinen Feindenüberliefert, selbst noch die Hoffnung der Verfolger undder Verrärher scyn will; — welcher erklart, daß erimmer über jene wache, die aus ihn hoffen, daß er ihrHelfer, ihr Beschützer seyn wird, daß er ihnen ver-zeihen, daß er sie heilen, daß er sie erretten werde,und daß es endlich das einzige unerläßliche Verbrechenscy, seine Barmherzigkeit nicht zu wollen, oder wieKain zu sagen: »Meine Sünde ist zu groß, als daßich jemals Vergebung erlangen könnte.«
Unterdessen nahte die Nacht heran; ich besorgtenicht mehr so viel Zeit zu haben, als ich bedurfte, nachJerusalem zurückzukommen; ich hatte noch einen sehrsteilen Theil des Oelberges hinabzusteigen, das ThalJosaphat zu durchgehen und die steilste Seite des Ber-ges, wo der heilige Stephan gcsteiniget wurde, zuersteigen.
Die Gräber der Türken, die vor mir lagen, undauf denen ich einige Augenblicke vorher noch mehrereFrauen bemerkt hatte, waren sie so plötzlich verlassenworden? Es siel mir bey, daß gerade an demselbenTage die Häupter einiger Beduinen - Stämme ausder Gegend des Jordan, welche beschuldiget wurden,den Egyptiern nicht sehr geneigt zu seyn, vor denStatthalter berufen worden seyen. Ich war nicht ohne