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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
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Schritte von demselben auf einen einsamen Steinnieder, und sagte schmerzvoll: »Unglücklicher! wenndu nicht den sanften und milden Meister, der dich indie Reihe seiner Apostel und vertrautesten Freunde auf-genommen hatte, verkannt, wenn du nicht deine Seeledieser unglücklichen Verzweiflung hingegeben hättest, sowürde dein Name heut zu Tage, obgleich mit einemschrecklichen und fluchwürdigen Verbrechen beladen,einiges Mitleiden erregen; mit der Erinnerung an die'grausamste und ruchloseste Verrätherey würde sich min-destens der tröstende Gedanke deiner Reue verbinden!O wie wenig hast du in dem, den du verlassen, dendu verrathen, den Schatz der Gnade erkannt, den erfür dich besaß und für alle menschlichen Geschlechterbesitzt.«

Von tausend peinigenden Gedanken bestürmt, em-pfand ich das Verlangen, allein zu seyn. Ich befahlmeinem Dolmetscher, sich zurück zu begeben, und fuhrin meinem Nachdenken fort. Meine Betrachtungenverweilten mit unbeschreiblichem Entsetzen bey demschrecklichen Loose der Sünder, von welchen die Schriftspricht, und denen sie die trostlosen Worte in den Mundlegt: »Unsere Sünden und unsere Verbrechen liegenschwer auf uns, sie trocknen uns aus, wie könnten wirleben?« Ich verweilte bey dem Loose jener mitschwerer Schuld Beladenen, welche die Gewissensangstverfolgt und quält, und die sich ihr zu entziehen glau-ben, wenn sie sich mit blinder Wuth der göttlichen Ge-rechtigkeit entgegenstürzen!