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tes Stillschweigen zu beobachten, damit uns nicht un-sere Sprache verrathen und in Ungelegenheit bringenmöge. Unsere Verkleidung gelang uns zweymal voll-kommen; wir hatten nicht allein Zeit, die Säulenhal-len, Bogengänge, Säulen, Gallerien, und die Bild-hauerarbeiten zu besehen; sondern auch die Bewegungenund Stellungen der Anwesenden beym Gebete zu beob-achten. Es gibt da keine Altäre, keine Bilder, keineFiguren, wie man sie in christlichen Kirchen sieht.Mahomet verbietet sie aufs ausdrücklichste. Die Män-ner befanden sich unten, die Weiber auf den Gallerien,auf Teppichen knieend; andere saßen auf den Fersenund wendeten bisweilen den Kops zur Linken oder zurRechten, durch welche Bewegung sie, wie man mirsagte, den Propheten begrüßen. Der Iman sprach dasGebet, welches vom Volke beynahe Wort für Wortwiederholt wurde, und begleitete es mit Neigungenund Niederwerfungen, deren Zahl für jede Uebung be-stimmt ist.
In der größten Moschee, die wir zuletzt besuchten,fanden wir eine unzählbare Menge Gläubiger versam-melt. Kaum waren wir eingetreten, als unsere Führerüber die merkliche Aufmerksamkeit erschrocken, welchesich plötzlich auf uns richtete. Sie drangen lebhastin uns, wieder zurückzugehen; und wir gaben ihreninständigen Bitten nach, weniger aus Furcht, daß unSetwas begegnen könne, als um sie nicht der Gefahrauszusetzen, die sie auch für sich selbst zu fürchtenschienen, —