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Theil 3 (1837)
Entstehung
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ter, und bildet in den tiefen Gründen einzelne Stellen,wo Schilfrohr und Gras wächst. Die Ebene gewährtdann einen Anblick, den das Grün ziemlich freundlichmacht; dieß ist die Zeit des Ueberflusses für die Heel-den und ihre Eigentümer. Aber bey der Rückkehrder Hitze vertrocknet Alles, und die staubige und grau-liche Erde bringt nichts, als dürre Halme hart wieHolz, hervor, welche weder die Pferde, noch selbst dieZiegen fressen können. In dieser Zeit wäre die Wüsteunbewohnbar, und man müßte sie verlassen, wennihr nicht die Natur ein Thier geschenkt hätte, dessenKörperbeschaffenheit eben so hart und mäßig ist, alsder Boden undankbar und unfruchtbar, wenn sie ihrnicht das Kameel gegeben hätte. Kein Thier ist seinemKlima so bestimmt und ausschließend angemessen; manmöchte sagen, es habe einer vorausberechnendenAbsicht gefallen, die Eigenschaften des einen, nachdenen des andern einzurichten. Die Natur, welchewollte, daß das Kameel ein Land bewohnen soll, woes nur wenig Nahrung finden kann, ist bey dem ganzen Bau desselben mit dem Stoffe sehr haushälterischzu Werke gegangen. Sie hat ihm nicht die Formen-Fülle des Ochsen, des Pferdes, des Elephanten gege-ben; sich blos auf das durchaus Nöthige beschränkend,hat sie ihm an das Ende eines langen, fleischlosenHalses einen kleinen Kopf ohne Ohren gesetzt; sie hatseine Beine und Schenkel jeder zur Bewegung über-flüßigen Muskeln beraubt; sie hat endlich seinem aus-getrockneten Körper nur jene Gefäße und Flechsen ge-