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Am dritten März brachte ich einen Theil des Tagesdamit zu, die Wüste zu durchstreifen, die den BergHoreb und den Sinai begrenzt, eine Wüste, die sonstvon Tausenden von Einsiedlern bewohnt war. DerPater Johann von Cephalonicn, mein gewöhnlicherFührer, und der Pater Neophytos von Candien be-gleiteten mich. Letzterer verstand nur griechisch, undunglücklicherweise war weder der eine, noch der andereim Stande, mir über die Punkte, die meine Wißbe-gierde am meisten erregten, Aufschluß zu geben. Ichhätte von ihnen so gern die geringsten Einzelnheitenerfahren, die geeignet waren, mich ein Land der Wun-der besser kennen zu lehren, das in jeder Beziehungeinen so ungewöhnlichen Charakter trägt. Ich habenichts von ihnen erfahren, was nicht die meisten christ-lichen Reisenden davon erzählen, und war darauf be-schränkt, nur meine eigenen Eindrücke zu sammeln.Ich hatte diese zerstreuten Felscnmassen und diese Ur-felscn schon gesehen, von denen sie sich losgerissen haben,diese Urfelsen, gespalten und bereit, ihrem Schoostsnoch größere Massen entsteigen zu lassen, und sie vonneuem betrachtend fühlte ich mich von neuem Schreckenergriffen. Alles, was mich umgab, versetzte meine Seelein Traurigkeit und Bestürzung. Schweigend an derSeite der zwey Mönche hingehend, die dieses Schau-spiel, an das sich ihre Augen doch schon gewöhnt ha-ben mußten, nicht minder mit Schrecken betrachteten,glaubte ich bey den ersten Scenen der Umwälzungender Natur, wie sie die heilige Schrift für die letzten