IS7
Und von einem frommen Schrecken ergriffen sankich auf die Kniee; meine Lippen hefteten sich aufdm heiligen Felsen; ich blieb lange Zeit hingestreckt,schweigend den unendlich barmherzigen Gott anbeten?,der aus Liebe zu Israel sich gewürdiget hatte, aus denHöhen des Himmels auf den Sinai sich herabzulassen,um ihm sein Gesetz zu geben; und nachdem ich ihmdemüthig für die ununterbrochenen Segnungen gedankt,mit denen seine Güte meine Reise begleitet hatte, sprachich mit entblößtem Haupte, die Hand auf dem Herzen,und die Augen gegen Himmel gerichtet, und mit lau-ter Stimme die Worte aus, die er hatte erschallenlassen:
»Ich bin der Herr dein Gott:c.«
Kein Laut unterbrach meine Stimme, welche durchdie Felsen dieser tiefen Einöde hinhallte; die ganzeNatur schien schweigend die Aussprüche ihres göttli-chen Urhebers zu hören.
Man sieht auf dem Gipfel des Sinai die Ruinenvon zwcy christlichen Kirchen, von denen die eine denNamen »der Verklarung« trug. Man findet hier aucheine Moschee, welche die Türken zur Ehre des Gesetz-gebers der Hebräer erbaut, für den sie noch eine solcheVerehrung haben, daß sie den Berg nur mit demNamen Gibel - Musa, das ist »Berg des^ Moses,«bezeichnen.
Aber unter allen Gegenständen, die das erstaunte