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Theil 3 (1837)
Entstehung
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Wild, so sonderbar es auch scheinen mag, ist am mei-sten geeignet, Ihnen eine richtige Borstellung von demGemälde zu geben, das ich vor Augen hatte.

Um den Weg abzukürzen, ließen mich meine Be-duinen einen Pfad einschlagen, der wenig betreten wirdund einer der schlechtesten ist, die wir gemacht hatten.Er endigte in einem so steilen Hohlwege, daß ich Ver-zicht darauf hatte leisten müssen, durchzukommen, wennrch nicht auf die Güte meines Dromedars hätte rechnendürfen. Ich war von Ungeheuern Felsen umgeben,die sich senkrecht erhoben, oft überhingen, und sowohldurch ihre Höhe, als durch ihren Umfang Schreckeneinflößten. Nicht selten geschieht es, daß sich von die-sen Fclsenmassen ungeheure Stücke losreißen, von deneneinige im Falle aufgehalten gleichsam über dem Kopfedes Reisenden schweben; in dem Augenblicke, wo erbey ihnen vorüberkommt, glaubt er, sie werden auf ihnherabstürzen und ihn in den Abgrund reißen. Mehrerssind fünfzig bis sechzig Fuß dick. Diese Gegend scheintdurch ein starkes Erdbeben sehr erschüttert worden zuseyn.

Nachdem wir zwey Stunden lang auf rauhen undäußerst beschwerlichen Pfaden empor gestiegen waren,befanden wir uns auf einer große Fläche, an derenEnde ein Abhang sanft abwärts in ein steiniges undenges Thal führt, in dessen Mitte das berühmte Klo-ster der Verklärung liegt, das von vielen Reisenden un-richtig das Kloster der heiligen Katharina genannt wird.Von weitem erschien es uns wie eine kleine Festung;