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Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
169
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Der Anblick dieses Stammes erinnerte mich an diePatriarchen und an einige Sccnen, von denen uns dieBücher des alten Testamentes so natürliche und sorührende Gemälde zurückgelassen haben. Ich glaubteLoth zu sehen, wie er sich mit seiner Familie und seinenHeerde» entfernt, weil das Land sie und die seinesVetters Abraham nicht mehr zugleich ernähren konnte.Mit Hilfe meines Janitscharen unterhielt ich mich un-terwegs mit einem Beduinen über die Gebräuche undSitten derjenigen von ihnen, welche die Haldinsel desSinai bewohnen, und es machte mir viel Vergnügen,Dinge erzählen zu hören, die in mehr als einer Be-ziehung an die Sitten und an die einfache Lebensweiseder Menschen der ersten Zeiten erinnerten; »arbeitsam,immer auf dem Felde unter Zelten lebend, wechseltensie ihren Aufenthalt je nachdem sie Weiden fanden, dahersie oft ihr Lager aufschlagen und wieder abbrechen,und oft auf dem Wege seyn mußten, weil sie mit einemso großen Gefolge täglich nur kleine Strecken zurück-legen konnten.« *)

Die Beduinen der Halbinsel des Sinai haben einesehr braune, oder vielmehr beynahe schwarze Gesichts-farbe. Sie sind mager aber gut gewachsen, und ihreGröße ist im Allgemeinen mehr als mittelmäßig. IhreKleidung besteht aus einem Hemde von weißer Wollemit sehr kurzen Aermeln, und Beinkleidern von Lein-wand. Das Hemd bedeckt den Körper bis zur Hälfte

*) HIooui's clos Israöllles. PSA. 12.

Reise »ach Jerusalem. III, Vd. 8