154
Gleich daraus schiffte ich mich mit Herrn Manula ineinem großen Fahrzeuge ein. Der Wind war günstig,und die Ueberfahrt ging ziemlich schnell von Statten.Ich fand meinen Scheik und mein Dromedar auf demSande liegend.
Ich betrat das steinige Arabien, durch welches manauf dieser Seite von Afrika nach Asien kommt. DiesesLand begreift, wie Sie wissen, die Erdzunge in sich,die zwischen den beyden Busen des rothen Meeresliegt, sich östlich bis zum tobten Meere und bis zumJordan erstreckt, und seinen Namen von den vielenFelsen hat, mit denen es bedeckt ist.
Bald bereute ich es, mich von meinem Janitscha-rcn getrennt'zu haben. Die Nacht überraschte uns,ich war ohne Dolmetscher, die wenigen arabischenWorte, die ich wußte, reichten nicht hin, mich verständ-lich zu machen, und ich fühlte doch häusig das Bc-dürfniß, meine Gedanken mitzutheilen. Dieß verur-sachte mir eine Qual, die ich bisher nicht gekannt hatte.Wir ritten am rothen Meere hin, mein Scheik mirstillschweigend zur Seite. Bald kamen einige Be-duinen zu uns, die sich uns anschloßen. Es entspannsich zwischen ihnen und dem Scheik, der sich dicht anmich schloß, ein Gespräch; es ward außerordentlichlärmend, und würde mich beunruhiget haben, wennich nicht gewußt hätte, daß es bey diesen Leuten soüblich ist, mögen sie wovon immer sprechen. Ich konntekein Wort verstehen; doch glaubte ich zu bemerken,daß größtentheils mein Anzug der Gegenstand ihrer