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Ich trete aus meinem Zelte, und sehe nicht fern vonmir meine Beduinen um ein großes Feuer von trock-ncm Grase, das sehr hoch emporloderte, im Gebete be-griffen. Diese verbrannten Gesichter, diese schwarzenBarte, die weißen Turbane, hinter denen unsere undnoch einige andere Kamcele gruppirt waren, dieArabern angehörten, welche zu unserer Karavane ge-stoßen waren, diese Gestalten, welchen die Flamme,^ die ihre Helle bis zu meinem Zelte verbreitete, den aus-druckvollsten Charakter gab, die Stellung der Frömmig-keit, die Worte der Religion, welche die Stille derl Nacht unterbrachen, diese Wüste, dieser reine Himmel,diese funkelnden Sterne, mit denen er besäet war, Alles! trug dazu bep, einen lebhaften und tiefen Eindruckl auf mich zu machen. Ich betrachtete lange Zeit mitR Rührung dieses Schauspiel, das des Pinsels des be-s rühmtesten der neuen Maler würdig gewesen wäre;r es erinnerte mich schmerzlich an das nächtliche Gebetl des Klosters, und peinlich von dem Gedanken ergriffen,daß diese Menschen, die mir dieses Schauspiel dar-! boten, zu denjenigen gehören, die »im Schatten desTodes sitzen,« bat ich Gott, sie zu erleuchten undl ihnen Barmherzigkeit zu erzeigen.
Am folgenden Tage — Sand und immer Sand;i man sieht sonst nichts in der Wüste, mein lieber Freund!Kein Wasser, was ich nicht erst zu sagen nöthig habe,ein Marsch von 10 bis Ii Stunden ohne Unter-brechung. Da ich wegen der beständigen Bewegung,! die das Dromedar machte, auf ihm nur schwer lesen
Reis« nach Jerusalem, m. Bd. 7