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heut zu Tage in ganz Europa bekannt ist. Nach kur-zen Augenblicken einer vergänglichen Gunst, eines ver-gänglichen Glückes, verachtet von denen, deren Glaubenund Vaterland er aufgegeben, noch mehr verachtet vondenen, deren abgeschmackten Glauben er angenommen,schleppt er ein entehrtes Leben in Schande hin. Selbstvon jenen verlassen, die ihm zur Zeit seiner Erhebungam meisten geschmeichelt hatten, bleibt ihm sehr oftkeine andere Gesellschaft, als die seiner Gewissensbisse,die sich in der Seele des Renegaten festsetzen, und ihnnie ärger peinigen, als wenn er einsam ist.
Ich sollte in diesen Tagen bey dem Kriegsminister,einem Manne, welcher der Sache des Mchemet Aliam meisten nöthig, ihr aber auch am meisten ergebenist, zu Mittag speisen. Se. Excellenz hatte mir dieEhre erwiesen, mich zu einem glänzenden Mahle ein-zuladen, das er in dem Theile seines Harems, der nichtvon Weibern bewohnt wird, zu geben gesonnen war.Der Tod eines seiner Neffen aber, der inzwischen er-folgt ist, erlaubte ihm nicht, andern Gefühlen, als denenseines Schmerzens Raum zu geben. Dieser Mann,welcher als ein in der Kriegskunst und in der Vcrwal-waltung sehr unterrichteter Muselmann gilt, zeichnetsich durch sein sanftes und höfliches Benehmen aus.Sein Vermögen ist unermeßlich, sein Pallast ist prächtig,und steht kaum dem des Vicckönigs nach, der einerder schönsten des neuen Egypten ist.
Von der Menagerie, die ich erst kürzlich gesehen,will ich Ihnen nur ein Wort sagen; sie ist unbedeu- !