Sk
chenden äußerst strenge Befehle. Ich war ohne Waffen:mein Janitschar hatte seinen Stock und seinen Säbel.Er mußte beyde an der Thüre ablegen, da man be-sorgte, die Reibung zwischen beyden könnte einen Fun-ken hervorbringen, und hieraus ein großes Unglückentstehen. —
Den Nachmittag benützte ich, um den Sommer-pallast in Augenschein zu nehmen, den der Wicekönigzu Schubra, einem kleinen Dorfe, das eine Stunde vonhier am Ufer des Nil liegt, erst kürzlich hat erbauenlassen. Der Zugang zu selbem ist einer königlichen Resi-denz würdig. Die Gärten sind prächtig, wenngleich einwenig im türkischen Geschmack; ein Theil derselbenist für die ausländischen Gewächse bestimmt, die Mehe-met bauen läßt, und die er an das Klima Egyptenszu gewöhnen hofft. In der Mitte der Gärten erhebtsich ein Gebäude von weißem Marmor und von wun-derbarer Größe, in welchem sich ein Wasserbecken eben-falls von Marmor befindet, das so groß ist, daß zahl-reiche Barken bequem darauf herumschiffen und sichbewegen können, ohne an einander zu stoßen. Umdas Becken laufen schöne Gallerien, an deren vier Eckensich große Säle und Divans befinden, die auf diereichste Art verziert sind. Marmorne Löwen und Kro-kodille von bewunderungswürdiger Arbeit gießen durchihre Nasenlöcher unaufhörlich Wasser in diese Art See,den dieses Becken bildet, und erhalten ihn immer ingleicher Höhe. Unzählige Lampen von Alabaster erleuch-ten bey Nacht dieses Schauspiel, und machen es noch