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Theil 3 (1837)
Entstehung
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preußischen Konsuls mit ihrer Tochter bey einem Caffee-Hause vorüber. Ein Türke stürzte wüthend heraus, undtödtete das junge Madchen mit einem Pistolenschußein den Armen ihrer Mutter. Diese Frevelthat versetztedie Europaer, welche in der Stadt wohnten, in Schrecken,und keiner wagte es, um Rache zu schreycn. DerMörder wurde gestraft, es ist wahr, er wurde gehan-gen; allein es wurde nur Gerechtigkeit geübt, weildas unglückliche Opfer einem Manne angehört hatte,der in Cairo seinen Fürsten vertrat. Ohne diesen be-sondern Umstand würde er vielleicht ungestraft sich seinesVerbrechens haben rühmen können. Weit davon ent-fernt, daß es gegenwärtig noch so ist, würde die min-deste Beleidigung, der geringste öffentliche Angriff einesFranken dem Schuldigen eine eben so schnelle, als strengeStrafe zuziehen, oder vielmehr kein Muselmann, Un-terthan des Wicekönigs, würde sich in die Gefahr be-geben, selbe zu verdienen. Es gab eine Zeit, wo esfür eine fremde Frau ein des Todes würdiges Wer-brechen war, mit einem grünen Turban zu erscheinen,welche Farbe, wie Sie wissen, die des Propheten ist.Ich sah jedoch elegante französisch gekleidete Damen,die einen grünen Turban trugen, in den lebhaftestenStadttheilen spazieren gehen, ohne daß Jemand es übelzu nehmen schien, und sie wurden so wenig beunruhiget,als es nur immer hätte in Wien oder in London ge-schehen können. In gegenwärtigem Augenblicke genießtder Europäer in Egypten eine größere Freyheit, alssonst irgendwo.

Reise nach Jerusalem III. Bd. 4