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tronenbäumen und Palmen besetzt waren, boten einen ent-zückenden Anblick dar. Nur eines fehlte der Schönheitdes Landschaft; das Wasser des großen Flusses hatweder die Klarheit, noch das Lasurblau der meistenunserer Flüsse in Europa. Gelblich und voll Schlammstört es, wenn ich so sagen darf, die Harmonie derAnsicht. Es ist so voll Schlamm, daß man währendmehrerer Monate des Jahres mcht davon trinken kann,ohne es sich setzen zu lassen. Man klärt es schneller,wenn man das Gefäß, in welchem man es aufbe-wahrt, mit bittern Mandeln reibt. Obwohl ich dieseVorsichtsmaßregel nicht gebrauche, finde ich es dennochnicht allein gesund, sondern köstlich sogar, und fürmeinen Magen so geeignet, daß ich mich keines andernGetränkes bediene.
Um 10 Uhr Abends kamen wir nach Nadir, einemkleinen armseligen Dorfe, dessen Moschee in Ruinenfällt. —
Am andern Tage machte ich beym Anbruche des-selben einen Spaziergang in den Umgebungen, undverweilte bey den Kanälen, die das Wasser des Flußesin's Land führen, um sie in der Nähe zu betrachten.Ich fand sie in sehr schlechtem Zustande; aber dieFruchtbarkeit des Bodens setzte mich in Erstaunen.Nirgends gibt es ein üppigeres Pflanzenleben, unddennoch zur Seite dieser wunderbaren Fruchtbarkeitwelches Elend! Wenn ich Ihnen das, was ich ge-sehen habe, erzähle, werden Sie es glauben?
In diesem Lande, das von der Natur so sehr be-