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habe herablassen können, sich so lange Zeit und beson-ders auf eine so vertraute Weise mit einem armen euro-päischen Mönche, mit einem elenden Christen zu unter-halten; noch weniger konnte man sich vorstellen, wasder Gegenstand der Unterhaltung gewesen seyn mochte.Jeder hatte einen Grund für diese außergewöhnlicheZusammenkunft. Einige zweifelten nicht im mindestendaran, daß ich mit dem Austrage gekommen sey, eineVersöhnung zwischen dem Monarchen und dem Unter-thanen einzuleiten; für Alle war ich eine Person vonWichtigkeit geworden; man drängte sich auf meinenWeg. Ich sah die Höflinge von Alexandrien sich ge-gen mich ebenso benehmen, wie ich die Höflinge Eu-ropas sich gegen so viele Andere benehmen sah; sieüberhäuften mich mit Zuvorkommenheit, Höflichkeit undRücksichten.
Als ich hier wegging, besuchte ich Bogos Jussuff,einen schismatischen Armenier, ersten DolmetscherMche-mets und General-Direktor der Verwaltung des Han-dels. Er ist der erste Minister Seiner Hoheit, seineGewalt ist unermeßlich; er regiert gewissermaßen unterdem Namen seines Herrn. »Nachdem ich den Pharaobesucht habe, sagte ich ihm, komme ich, auch den Jo-seph zu sehen.« Dieses Kompliment schmeichelte ihmum so mehr, da der Name Jussuff, den er führt, Jo-seph bedeutet, und er empfing mich auf die artigsteWeise. Er ist ein Mann von großen Talenten, arbeit-sam, thätig, unermüdlich. Mehemet Ali liebt ihn zärt-lich; er hat ihn zu seinem Vertrauten, zu seinem