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erkennen; er würde fast glauben, sich in einer andernStadt zu befinden, wenn ihn nicht die Säule desDiokletian und die Nadeln der Cleopatra über seinenJrrthum belehren könnten, so groß sind die Verände-rungen, so groß ist die wunderbare Umwandlung!
Gleichwohl erhält man bey dem Anblicke der größ-tentheils krummen, engen, ungepflasterten und unrein-lichen Straßen, der großen Zahl schlecht gebauter, odervielmehr verfallener, unbequemer Häuser, die vonAußen keine Fenster haben, bey dem Anblicke gan-zer Stadttheile, die noch in Ruinen liegen, und nurvon Armen und Bettlern bewohnt sind, die Ueber-zeugung, daß noch viele Jahre, ja vielleicht noch Jahr-hunderte vergehen werden, bis Alexandrien so regel-mäßige Marktplätze und Häfen erhält, wie man siebey uns findet. In seinem gegenwärtigen Zustandebietet es den Anblick der befremdendsten, ja der wider-wärtigsten Kontraste dar. Man sieht da eine verwor-rene Mischung von Pallästen und Hütten, von Luxusund Elend, von Trägheit und Thätigkeit, von türki-schen Gebräuchen und europäischen Sitten, die denFremden in Erstaunen setzt. Hier befindet man sichim Gedränge, im Lärmen der Geschäfte oder der Ver-gnügungen; dort herrscht die Einsamkeit und dasSchweigen der Wüste. Ein reichgekleideter mit kost-baren Shawl's bedeckter Mann geht an der Seiteeines nackten; ein englischer Wagen mit vier prächti-gen Pferden bespannt, welchem Diener mit goldbelcg-ten Kleidern folgen, durchschneidet einen Zug Kameele,