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Verbrennung oder sonstigen Vernichtung des Körpers darstellen. DieHinkelsteine und Menhirs 3!) ), letztere besonders üblich bei der Zonen-keramik, bisweilen in Gestalt des Beils, das auch auf den Grabplatten derHolmen eingemeißelt oder als Votivspende niedergelegt wurde, sind ähn-liche Totenkultmale wie die Pyramiden Ägyptens. Auch bei andernneolithischen Kulturen begegnen diese Votiv-Depots, sei es für Gottheitenoder die Toten. Auf die mannigfachen Anzeichen von Mond- und Son-nenkult können wir nur hinweisen.
Ein Rückschritt ist allerdings festzustellen in dem fast gänzlichen Ver-zicht auf plastische oder zeichnerischeWiedergabe der umgebenden Natur,worin die Paläolithiker solche Meister waren, und in dem Beschränkenauf geometrische Muster, welche größtenteils aus dem Material und der
Konstruktion der Gefäße ent-standen sind. Indessen mußauch hier der mühseligenDurchführung und geschmack-vollen Anordnung der Orna-mente, welche meist eine feinempfundene Rücksicht auf dieForm des Gefäßes nehmen, alleAnerkennung gezollt werden.Wenn sich dabei die Megalith-,Rössener und schnurkeramischeKultur durch kräftigere, rei-chere und liebevollere Aus-schmückung gegenüber dersüdöstlichen Bandkeramik her-vortut, so beruht es wohl nochwenn nicht auf einem Bluts-tropfen von jenen paläolithi-schen Jägern, so doch auf dergleichen Beschäftigungsweise,die dem Jäger und Hirten mehrZeit und Stimmung für solcheKunstregungen läßt als demAckerbauer.
Fassen wir die neolithischeKultur- und Völkerbewegung,wie sie sich in Westdeutsch-land äußert, noch einmal kurzzusammen. Die in den beidengroßen, auf mesolithischer Grundlage entstandenen Kulturen (imNorden der megalithischen, im Süden der Pfahlbautenstufe) liegenden Ent-
PFAHLBAUTEN«.
MEGALiTHKERAMiK
RÖSSEN
GROSSGARTACH £tc.
HINKELSTEiN KERAMIK
SPlRALKERAMiK
SCHNURKERAMIK
ZONENKERAMIK
Abh. 18. Haupttypen neolithischer Keramik.
(VIII. Ber. d. röm.-germ. Kommiss. 1916 5 S. 31.)